Trocken-Schröpfen
  Trocken-Schröpfen ist eine bewährte Behandlungsmethode, die schon seit Jahrhunderten und in den unterschiedlichsten Kulturen bekannt ist.

Schröpfen wirkt je nach Schröpfart anregend oder entstauend sowie regulierend auf die Organfunktion. Es hat eine tiefgreifende, ganzheitliche, mit dem ganzen Körper vernetzte Wirkung. Der ganze Mensch wird dabei harmonisiert: Körper, Seele, Geist.

Die Technik des Schröpfens

Beim Trocken-Schröpfen werden Sauggläser auf die zu behandelnde Haut gesetzt. Durch das Vacuum im Schröpfglas wird die Haut 2-3 cm tief ins Schröpfglas hineingezogen und die Schmerzstelle von entzündungs- und schmerzerregenden Krankheitsstoffen befreit. Dadurch wird auf der Haut ein Heilreiz erzeugt, der in der Tiefe des Körpers eine gesundheitsfördernde Wirkung hervorbringt.

Neben dem Trocken-Schröpfen gibt es das Blutig-Schröpfen, bei dem vor Aufsetzen des Saugglases die Haut mit einem speziellen Gerät eingeritzt wird.

Auf unserem Rücken ist jedem Organ ein Haut-Unterhautbezirk zugeordnet, das sind Organ-Reflexzonen und meist auch zu behandelnde Schröpfstellen.

Die Wirkungen des Schröpfens

Die Schröpfbehandlung aktiviert die Selbstheilungskraft, beschleunigt Gesundungsprozesse und stärkt die körpereigene Abwehr.

Der biokybernetische Saugeffekt des Trocken-Schröpfens löst Verspannungen, verbessert die Durchblutung und leitet Schmerzen ab. Ein wichtiges Wirkungsspektrum wird erreicht durch den Einfluss von neutraler Fernwirkung auf Krankheitsherde über Triggerpoints und Segmentabschnitte.

Die Schröpfmethode eignet sich für ein erstaunlich großes Spektrum an Beschwerden. Sie ist in fast jedem Krankheitsstadium und in nahezu jedem Alter anwendbar.

Ein kurzer Ausflug in die Geschichte

Das erste historisch belegbare Zeugnis der Schröpftätigkeit findet man auf Arztsiegeln, ca. 3300 v.Chr. in Mesopotamien.

Sie ist in den Schriften des Paracelsus (1493-1541) zu finden:
Wo die Natur Schmerz erzeugt, da hat sie schädliche Stoffe angehäuft und will sie ausleeren.

Hildegard von Bingen (1098-1179) schreibt:
Schröpfen ist zu jeder Zeit nützlich, damit die schädlichen Säfte und Schleime (Lymphe), die im Menschen sind, vermindert werden. Denn zwischen Haut und Fleisch befinden sich jede Menge Schleime, die dem Menschen besonders schaden.

In China und Japan werden seit Jahrtausenden große Heilerfolge mit dieser Methode erzielt.

Seit dem 20. Jahrhundert liegt die Schröpftherapie wieder überwiegend in den Händen von Heilpraktikern.

Eine Behandlungsmethode, die seit mehr als 4000 Jahren nahezu unverändert besteht und imstande ist, so rasch und ohne jegliche Nebenwirkungen krankmachende Vorgänge im menschlichen Körper zu regulieren, darf einfach nicht vergessen werden.